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Historische deutsche Hochhäuser

Bei der Suche nach historischen Denkmälern und baugeschichtlich wertvollen Stätten laufen viele Leute einfach vorbei an hiesigen Hochhäusern, unwissend, dass diese vielleicht genauso wichtig für die Stadtentwicklung in Deutschland sind und waren wie der historische Marktplatz oder die Burg auf dem Berg gleich in der Nähe. Zwar gibt es in der Bundesrepublik kaum echte Skyscrapers wie in den USA, das hat bautechnische Gründe und bis auf Frankfurt am Main und seinen Börsentowern ist das Land beinahe ohne extrem hohe Gebäude ausgekommen. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf diese Art Denkmäler, die oft reiche Kaufleute bauten oder die für soziokulturelle Zwecke von Regierungen errichtet wurden.

Zwischen Denkmalschutz und harmonischem Stadtbild

In Augsburg zum Beispiel steht schon seit dem 17. Jahrhundert das recht hohe Rathaus, es gilt im Lande als höchster nicht – kirchlicher Bau, dessen obere Stockwerke voll nutzbar sind! Das erste Hochhaus wiederum, das auch so aussieht, steht in Berlin Friedrichshain, der sogenannte Narvaturm, der 1909 erbaut und seit den 60er Jahren immer mal wieder saniert wurde. Weitere bekannte Hochhäuser sind zum Beispiel das Hansahochhaus in Köln, das war 1925 sogar das höchste Gebäude in Europa, wenn auch nur für kurze Zeit, und ein Abstecher ins Tagblatthaus nach Stuttgart oder zur einstigen Knorr – Bremse in Berlin Victoriastadt lohnen sich immer.

Trump Tower: Auch Donald Trump, der heutige US Präsident, wollte in den 1980er Jahren ein Hochhaus in Deutschland bauen und schaute sich zu diesem Zweck unter anderen Stuttgart und Frankfurt am Main an. Allerdings gefielen zum einen die offerierten Plätze nicht und zum andern, wen wundert´s, waren die erlaubten Höhen dem Baulöwen viel zu gering und so wurde es nichts mit dem Trump Tower Deutschland.

Die schönsten Skyscraper in der Übersicht

Zum Schluss noch eine kurze Auflistung von mit Sicherheit recht gelungenen Hochhäusern in Deutschland. Im Grunde genommen sind diese Bauwerke die Burgen der Neuzeit, hoch und fest und mit wenig Grundfläche ausgestattet, und es gibt einiges zu sehen. Natürlich ist hierbei der Siemensturm in Berlin zu nennen, knapp 70 Meter hoch und seit 1918 Herberge für technische Messgeräte. Auch der Ernemann Turm in Dresden mit seiner Elipse als Turm, heute Bestandteil der weitgespannten städtischen Universität, ist zu nennen, zumal hier Ende der 20er Jahre bewusst auf Stahlbeton als Baustoff gesetzt wurde. Weiter stechen der Borsigturm wieder in Berlin heraus, mit seinem Expressionismus in Backstein und in der Stadt steht auch noch das Ullsteinhaus, das zusätzlich noch Elemente der Gotik einbindet.