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Die berühmtesten deutschen Denkmäler

Der Blick auf die Top Listen mit deutschen Monumenten, Schlössern und imposanten Burgen zeigt schnell, dass hierzulande in früheren Zeiten sich Herrscher, Geistlichkeit und reiche Kaufleute versuchten zu übertrumpfen. Dieser Widerstreit schuf einige extrem bekannte und beeindruckende Bauwerke und Denkmäler und dank einer perfekten Verbindung zwischen Stadt und Land lässt sich alles auch ohne Probleme besichtigen.

Wetterabhängig: Normalerweise ist das Klima in Deutschland für einen Besuch der historischen Stätten weniger wichtig, schließlich liegen wir in mitteleuropäischen Breiten und da gibt es nunmal Jahreszeiten mit ihrer jeweiligen Besonderheit. Manche Burg macht freilich im Abendlicht eine noch schönere Figur als bei Tag, ein Schlosspark hingegen ist im Frühling und vielleicht auch im Herbst ideal und wenn die Sonne scheint, dann glitzert und leuchtet das bunte Glas in den Kirchen natürlich eindrucksvoller als wenn draußen dunkle Wolken am Himmel hängen.

Von Kriegern und Religionen

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ist Deutschlands in Stein gehauenes Statement zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon und es ist zudem ein typischer Bau aus der Wilhelminischen Äre, errichtet im Jahre 1913. Es ist größer als alle anderen europäischen Monumente, selbst als jene aufgeblasenen Heimatkultstatuen in Russland und anderswo. Auf der Wartburg in Eisenach hingegen herrschten zwar auch wilder Krieger im Mittelalter, doch hier übersetzte eben auch Martin Luther die Bibel und trieb die Reformation voran.

Deren Ausprägung in puncto Architektur in hierzulande nicht zu übersehen und man muss nicht mal den riesigen Kölner Dom besuchen, der im Übrigen viele Jahrhunderte für die Fertigstellung brauchte, um die Präsenz der Kirche zu besichtigen. Die Frauenkirche in Dresden ist ungemein interessant, weil im Krieg zerstört, und in den 1990er Jahren wiederaufgebaut, zum Teil mit Originalsteinen, die nach der Bombardierung 1945 übrigblieben. Das Münster in Ulm hingegen ist ein neugotischer Mega – Turm mit seinen mehr als 160 Metern Höhe, der Zerstörungen entging und der ebenfalls auf eine lange Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken kann.

Genießerische Könige

Tja und die Herrscher in deutschen Landen waren spätestens in der Neuzeit, also zwischen Renaissance und spätem Barock echte Baumeister und auch in der Gründerzeit ist das munter so weitergegangen. Unvergleichlich beispielsweise das Schloss Neuschwanstein, ein Vorbild für unzählige Motive bis selbst nach Disneyland, dazu kommen mit dem Zwinger in Dresden und dem Schloss in Heidelberg ebenfalls Bauten, die mit nichts in der Welt zu vergleichen sind. In diese Kategorie fallen auch die Residenz in Würzburg und das Schweriner Schloss, beide Bauwerke sind Zeugnisse der Baugeschichte in der frühen Neuzeit und nur denkbar, weil besonders prunksüchtige und trotzdem mit Geschmack gesegnete Monarchen einen Sinn für monumentale Architektur hatten.