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Deutschlands schönste Burgen

Als Land, Staat, Volk und Kultur in Mitteleuropa ist Deutschland und sind die Deutschen mit einer langen Historie gesegnet, die sich zwar mit Brüchen zeigt, in der Summe aber immer auch auf das bautechnisch sehr reiche Erbe verweisen kann. Ein besonders spektakuläres Beispiel dafür sind die imposanten Burgen im Lande, die zwischen Ost und West den Anspruch einstiger großer Adelshäuser repräsentieren, die Heimstatt waren für Edelleute und Raubritter und die manchmal sogar zur Bühne für die ganz große Weltgeschichte wurden.

Ein Tipp: Man besuche gerade die Burgen in Deutschland auch ganz bewusst im Winter! Ein auf dem Berge thronendes Refugium mit Charisma inmitten von Eis und Schnee, der glitzernd der umliegenden Landschaft seinen Zauber verleiht, das ist einfach wunderbar und im Übrigen auch für die Freunde des Fotografierens ein Muss.

Ein Erbe des Mittelalters

Selbst wenn so manche Burg in Deutschland nicht ganz so alt ist wie sie aussieht, das ist ein Resultat aus der romantischen und durchaus auch noch aus der klassizistischen Ära, so sind die Besichtigungen immer spektakulär. Wer beispielsweise die Löwenburg in Kassel besucht, der wird über die unzähligen Details des Baus staunen, heute ist dort ein Museum untergebracht. Die Burg Hohenzollern hingegen, ihres Zeichens nichts weniger als der Stammsitz der gleichnamigen Adeligen, steht schon seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert im heutigen Baden-Württemberg. Viel älter ist demgegenüber die Reichsburg Cochem in Rheinland Pfalz, die gibt es seit gut tausend Jahren und das ist dann das waschechte, das pure Mittelalter samt verwunschener Mauern, reichlich Efeu und Romantik zwischen den Zinnen.

Empfehlungen und Pflichtbesuche

Demgegenüber stehen jedoch auch einige Burgen, die man auf jeden Fall kennen sollte. Nicht nur, dass hier architektonische Besonderheiten vorliegen, es gibt nicht selten auch konkrete historische Bezüge wie zum Beispiel bei der Wartburg, die im Mittelalter wenig Bedeutung hatte. Doch dann, zu Beginn der Reformation, flüchtete Martin Luther in Furcht vor der Reichsacht hierher und lebte inkognito als Junker Jörg auf der Burg und übersetzte nebenbei die Bibel in die deutsche Sprache! Ebenso empfehlenswert ist die fast vollständig erhaltene Marksburg im Rheinland, die immer noch auf einem kleineren Berg thront und seit gut 800 Jahren in ähnlichem Zustand geblieben ist. Das gilt genauso für die Burg Eltz bei Koblenz, die nachweisbare Bezüge selbst zum großen Stauferkaiser Barbarossa aufweist. Dabei sind die Türme ein absoluter Hingucker, zum Teil sind diese sehr hoch und wurden eindeutig in einer Zeit erbaut, in der Ritter, Edelfrauen und Könige wie aus dem Märchen das Land beherrschten.